Ensemble Modern

Seit seiner Gründung 1980 zählt das Ensemble Modern (EM) zu den führenden Ensembles für Neue Musik. Es vereint rund 20 Solist*innen aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Indien, Israel, Japan, den USA und der Schweiz, deren Herkunft den kulturellen Hintergrund der Formation bildet.

Das in Frankfurt am Main beheimatete Ensemble ist bekannt für seine einzigartige Arbeits- und basisdemokratische Organisationsweise. Künstlerische Projekte, Partnerschaften und finanzielle Belange werden gemeinsam entschieden und getragen. Seine unverwechselbare programmatische Bandbreite umfasst Musiktheater, Tanz- und Videoprojekte, Kammermusik, Ensemble- und Orchesterkonzerte. Tourneen und Gastspiele führen das Ensemble Modern zu renommierten Festivals und herausragenden Spielstätten in aller Welt wie z.B. Berliner Festspiele, Bregenzer Festspiele, Cité de la Musique, Concertgebouw Amsterdam, Elbphilharmonie Hamburg, Festival d’Aix-en-Provence, Festival d'Automne à Paris, Hellerau Dresden, Holland Festival, Klangspuren Schwaz, Konzerthaus Berlin, Kölner Philharmonie, Kunstfestspiele Herrenhausen, musica viva des Bayerischen Rundfunks, Ruhrtriennale, Salzburger Festspiele, Wien Modern und Wigmore Hall London. In seiner Heimatstadt tritt das Ensemble Modern in einer eigenen Abonnementreihe in der Alten Oper Frankfurt auf. In Kooperation mit der Oper Frankfurt finden regelmäßig Musiktheaterproduktionen sowie die Werkstattkonzertreihe ›Happy New Ears‹ statt. Seit 2011 veranstaltet das Ensemble Modern zudem gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester das Festival ›cresc... Biennale für aktuelle Musik Frankfurt Rhein Main‹. Weitere Kooperationen und Projekte runden das facettenreiche Profil des Ensemble Modern ab.

In enger Zusammenarbeit mit den Komponist*innen erarbeitet das Ensemble Modern, mit dem Anspruch der größtmöglichen Authentizität, jedes Jahr durchschnittlich 70 Werke neu, darunter etwa 20 Uraufführungen. So entstanden über die Jahre außergewöhnliche und oftmals langjährige Zusammenarbeiten u.a. mit John Adams, Mark Andre, George Benjamin, Peter Eötvös, Brian Ferneyhough, Heiner Goebbels, Hans Werner Henze, Mauricio Kagel, György Kurtág, Helmut Lachenmann, György Ligeti, Olga Neuwirth, Enno Poppe, Rebecca Saunders, Simon Steen-Andersen, Karlheinz Stockhausen, Steve Reich, Frank Zappa oder Vito Žuraj sowie herausragenden Künstlerpersönlichkeiten anderer Kunstsparten.

Neben seinen vielfältigen Aktivitäten auf dem Podium präsentiert das Ensemble Modern die Ergebnisse seiner Arbeit auch auf Tonträgern, die vielfach ausgezeichnet wurden. Fast 50 der insgesamt über 150 Produktionen erschienen im eigenen, 2000 gegründeten Label Ensemble Modern Medien.

2003 bündelte das Ensemble Modern mit Gründung der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) seine bereits bestehenden Aus- und Weiterbildungsprojekte unter einem Dach, um gezielt das musikalische Erbe der Moderne weiterzugeben. In für unterschiedliche Zielgruppen entwickelten Formaten bietet die IEMA seither einen Masterstudiengang in zeitgenössischer Musik für professionelle junge Musiker*innen in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main sowie internationale Meisterkurse, Kompositionsseminare und Educationprojekte an und widmet sich damit der Vermittlung vielfältiger zeitgenössischer Strömungen und eines offenen, kreativen Umgangs mit künstlerischen Prozessen.

Das Ensemble Modern wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Stadt Frankfurt sowie über die Deutsche Ensemble Akademie e.V. durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. hr2-kultur – Kulturpartner des Ensemble Modern

Chronik

2021
  • Aufgrund des pandemiebedingten Veranstaltungsverbots streamt das Ensemble Modern eine Vielzahl an Konzerten live u.a. Hans Zenders ›Schuberts Winterreise‹ aus dem Schauspiel Frankfurt, British Composers aus dem hr-Sendesaal, ›Xerrox Vol. 4‹ von Alva Noto sowie ›Opus Infinity‹ mit Shiva Feshareki aus dem Frankfurt LAB, ›Afro-Modernism in Contemporary Music‹ aus der Berliner Philharmonie sowie Happy New Ears-Konzerte mit Unsuk Chin und Simon-Steen Andersen
  • Uraufführung von Heiner Goebbels ›Liberté d'action‹ mit zwei Pianist*innen des Ensemble Modern und David Bennent bei den KunstFestspielen Herrenhausen, im Anschluss in Wien, Berlin und Luxemburg
  • Gastspiel mit Samir Odeh-Tamimis ›L'Apocalypse Arabe‹ beim Festival d'Aix-en-Provence
  • Premiere von ›With these hands‹ mit der Dresden Frankfurt Dance Company und Jang Bang im Europäischen Zentrum der Künste Hellerau
  • Ensemble Modern Orchestra Tournee mit Heiner Goebbels' neuem Orchesterwerk ›A House of Call‹ in Berlin, Köln, Düsseldorf, Hamburg, München
  • Konzerte im Rahmen von ›This is Not Lebanon‹ mit neuen Werken von Saed Haddad, Zad Moultaka, Nour Sokhon, Cynthia Zaven und Florian Weber
  • Uraufführung der Tanz-Musik-Collage ›Hauch‹ von Rebecca Saunders und Frances Chiaverini beim Festival NOW! in Essen
  • Auszeichnung von OPUS KLASSIK zum ›Ensemble des Jahres‹ für das Album ›Beschenkt – 40 Miniaturen zum Jubiläum‹
  • Benedict Masons ›ChaplinOperas‹ im Bockenheimer Depot