Till Künkler, Posaune
Till Künkler wuchs im Ruhrgebiet auf, wo er erste Erfahrungen in verschiedenen Bands, im Posaunenchor sowie im Essener Jugendsinfonieorchester sammelte. Während eines Schüleraustauschjahres in Südafrika im Jahr 2001 intensivierte er seine musikalischen Aktivitäten, unter anderem durch Engagements im Free State Symphony Orchestra. Vor Aufnahme seines Studiums absolvierte er seinen Zivildienst in Recife (Brasilien), wo er ebenfalls musikalisch aktiv war.
Es folgte ein Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln sowie im Kooperationsstudiengang der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, bevor Till Künkler als Stipendiat des DAAD nach New York an die Manhattan School of Music ging und dort seinen Doctor of Musical Arts erwarb. Seit 2009 ist er in zahlreichen Ensembles und Bands aktiv. Er ist Mitglied des Ensemble Garage und des Omniversal Earkestra und arbeitete mit so unterschiedlichen Musiker*innen und Ensembles wie Dave Taylor & NY Trombone Consort, ICE, Roscoe Mitchell, Toshinori Kondo, Anthony Braxton, Andromeda Mega Express Orchestra, Klangforum Wien, Studio Dan, Hong Kong New Music Ensemble, Mette Rasmussen, Barry Guy, Salif Keita, Sory Bamba, Cheick Tidiane Seck, Aly Keita, Le Mystère Jazz de Tombouctou zusammen. Konzertauftritte führten ihn zu renommierten Festivals wie dem Jazzfest Berlin, den Salzburger Festspielen, dem Beijing Modern Music Festival, der Ruhrtriennale, dem Moers Jazz Festival, South by Southwest, dem Jazzfestival Frankfurt, Copenhagen Jazz Festival, den Donaueschinger Musiktagen, den Berliner Festspielen, den Bregenzer Festspielen, Festival sur le Niger und dem Nyege Nyege Festival in Uganda sowie auf Tourneen durch die USA, Mali, Brasilien, China und Europa.
Auf seinen Tourneen spielt er ebenso gerne auf den Straßen der Welt sowie in bedeutenden Konzerthäusern wie der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Wien, der Wigmore Hall, dem Lincoln Center, der Sala São Paulo oder der Cité de la Musique. Er ist als Solist in der Weill Recital Hall der Carnegie Hall aufgetreten, beim Diaghilev Festival in Perm und mit Mark Gould und dem Manhattan School of Music Brass Ensemble in New York. Seit 2014 ist er regelmäßig Gast und seit Sommer 2026 Mitglied des Ensemble Modern.
In seinem Soloprojekt versucht er eine klangliche Beziehung zwischen der Posaune und analogen Modularsynthesizern sowie digitalen Pitch-Transposern, Samplern und Sequencern zu entwickeln. Brückenschläge zwischen zeitgenössischer Musik, Jazz, freier Improvisation und Bandprojekten aller Art bilden den Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit.
