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Ensemble Modern Orchestra

1998 gründete das Ensemble Modern in Frankfurt das weltweit erste Orchester, das ausschließlich Musik des 20. und 21. Jahrhunderts zur Aufführung bringt: das Ensemble Modern Orchestra (EMO). Den Kern des von 30 bis zu 130 Musiker*innen umfassenden Orchesters bilden die Solist*innen des Ensemble Modern. Sie werden unterstützt durch Musiker*innen aus der ganzen Welt, zu denen das Ensemble im Laufe seiner über 40-jährigen Tätigkeit Kontakt gewonnen hat. Dazu zählen gleichermaßen junge Instrumentalist*innen wie Spezialist*innen auf dem Gebiet der Neuen Musik wie etwa Absolvent*innen und Teilnehmer*innen der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA).

Die Gründung des Ensemble Modern Orchestra ist ein künstlerisches Plädoyer für die zeitgenössische Orchestermusik. Es bietet den Komponist*innen unserer Zeit ein hoch qualifiziertes und engagiertes Instrument zur Verwirklichung ihrer Ideen. Die ambitionierten Konzertprogramme des EMO konfrontieren dabei oftmals Auftragskompositionen u.a. von Heiner Goebbels, John Adams, Enno Poppe mit Schlüsselwerken der Moderne. Renommierte Dirigenten wie John Adams, George Benjamin, Pierre Boulez, Peter Eötvös, Heinz Holliger, Ingo Metzmacher, Enno Poppe und Markus Stenz leiteten bislang das EMO. Tourneen führten das EMO zu den bedeutendsten Festivals und Konzerthäusern in Europa wie Concertgebouw Amsterdam, Berliner Philharmonie, Alte Oper Frankfurt, Konzerthaus Wien, Elbphilharmonie Hamburg, Kölner Philharmonie, Prinzregenten Theater München, Wigmore Hall, Lucerne Festival, Festival d'Automne à Paris, Acht Brücken | Musik für Köln, Klangspuren Schwaz, Ruhrtriennale.

Mehrere Konzertmitschnitte mit dem EMO liegen auf CD vor u.a. Charles Ives‘ ›Fourth Symphony‹, George Benjamins ›Sudden Time‹, Harrison Birtwistles ›Earth Dances‹ – unter Leitung von Pierre Boulez – und ›Theseus Game‹ sowie Helmut Lachenmanns ›Schwankungen am Rand‹ ›NUN‹, ›Kontrakadenz‹ und ›Ausklang‹. 2022 ist ›A House of Call‹ erschienen und wurde mit dem Deutschen Schallplattenpreis in den Kategorien ›Zeitgenössische Musik‹ und ›Grenzgänge‹ ausgezeichnet.

Highlights

  • Johannes Schöllhorn: Anamorphoses - 9 Sätze nach der Kunst der Fuge von J. S. Bach für Kammerensemble (Auswahl) (2001-04)
    Bernd Alois Zimmermann: Konfigurationen - instrumentiert für Ensemble von Johannes Schöllhorn (1956/2017) (Uraufführung)
    Bernd Alois Zimmermann: Konfigurationen - für Klavier solo (1956)
    Bernd Alois Zimmermann: Canto di Speranza - Kantate für Violoncello und kleines Orchester (1957)
    Ensemble Modern Orchestra (EMO/IEMA)
    Dirigent: Brad Lubman
    Violoncello: Michael Maria Kasper, Klavier: Ueli Wiget
    Station: Köln
  • Anton Webern: Variationen für Klavier op. 27 (1936)
    Anton Webern: 2 Lieder nach Gedichten von Rainer Maria Rilke op. 8 (1910)
    Anton Webern: 5 Stücke für Orchester, op. 10 (1911 - 1913)
    Anton Webern: 4 Lieder op. 13 (1914-1918)
    Anton Webern: 6 Bagatellen für Streichquartett op.9 (1913)
    Anton Webern: 3 Orchesterlieder op. posth. (1913/14)
    Anton Webern: Variationen für Orchester - op. 30 (1940–41)
    Mathias Spahlinger: Passage / paysage (1988-90)
    Ensemble Modern Orchestra
    Dirigent: Enno Poppe
    Sopran: Caroline Melzer, Klavier: Ueli Wiget
    Stationen: München, Berlin