Album-Neuerscheinung

Dancing on a Volcano – Musik zwischen 1920 und 1933

Am 27. März erscheint bei Ensemble Modern Medien ein neues Album mit Werken von Paul Hindemith, Erich Wolfgang Korngold, Arnold Schönberg und Kurt Weill, aufgeführt vom Ensemble Modern mit der Mezzosopranistin Wallis Giunta und dem Vokalensemble amarcord unter Leitung von HK Gruber. Die Werke wurden 2025 live in der Kölner Philharmonie eingespielt.

Die enge Verbindung des Ensemble Modern zur Musik Kurt Weills und der Kurt Weill Foundation for Music hat zahlreiche Aufführungen und Einspielungen hervorgebracht, darunter maßstabsetzende Interpretationen von Werken wie ›Die Dreigroschenoper‹, ›Mahagonny Songspiel‹ oder ›Chansons des Quais‹ – allesamt unter Leitung von HK Gruber, Träger des ›Lifetime Distinguished Achievement Award‹ der Weill Foundation. 2024 ermöglichte die Foundation eine USA-Tournee, bei der das Ensemble Modern u.a. in der Carnegie Hall in New York gastierte. Das Programm vereinte Werke von Paul Hindemith, Erich Wolfgang Korngold, Arnold Schönberg und Kurt Weill – Komponisten, die Deutschland nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 verließen. Die Werke spiegeln die Spannungen zwischen künstlerischem Aufbruch und politischem Umbruch wider – eine Zeit kreativer Entfesselung, gesellschaftlicher Brüche und musikalischer Extreme.

Das Album ›Dancing on a Volcano‹ versammelt diese Werke in einer Liveeinspielung aus der Kölner Philharmonie im Januar 2025. Hindemiths Kammermusik No. 1 (1922) ist ein Werk voller Ironie, parodistischer Energie und provokanter musikalischer Gesten; nicht umsonst galt er als »Bad Boy« der neuen Musik. Korngolds Suite aus der Bühnenmusik zu Shakespeares ›Viel Lärm um nichts‹ (1918–1920) fängt die Leichtigkeit der Wiener Bohème ein. Schönbergs ›Begleitmusik zu einer Lichtspielszene‹ (1930) wirkt wie ein Vorbote einer sich verdüsternden Welt der Zwischenkriegszeit. In Weills Ballet Chanté ›Die sieben Todsünden‹ (1933), in der Ensemblefassung für 15 Spieler von Christian Muthspiel und HK Gruber, verbinden sich musikalischer Witz und eine vielschichtige Gesellschaftskritik.

Ab 27. März zu beziehen über unsere Website.