Heiner Goebbels zum 70. Geburtstag

Ausblick auf kommende Veranstaltungen mit dem Ensemble Modern

Heiner Goebbels, 1952 in Frankfurt geboren, ist eine Instanz des zeitgenössischen Musiktheaters und bekannt für seine kreativen Kompositionen, in denen Text, Musik und Szene zu einem großen Ganzen verschmelzen. Mit dem Ensemble Modern verbindet ihn seit mehr als 35 Jahren eine enge Zusammenarbeit. Mitte August feierte der Komponist seinen 70. Geburtstag. Das Ensemble Modern ist in den kommenden Monaten mit drei Werken Heiner Goebbels in verschiedenen europäischen Städten zu Gast.

Am 14. September ist das Ensemble Modern Orchestra mit dem vielbeachteten abendfüllenden Zyklus „A House of Call. My Imaginary Notebook“(2020) im Rahmen des Festivals FRATOPIA im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt zu hören. „A House of Call“ ist ein Zyklus mit Rufen, Aufrufen, Beschwörungen, Sprechakten und Gedichten für großes Orchester. Am 19. November ist „A House of Call“ bei Wien Modern im Volkstheater Wien zu erleben. Dieses akustische „Lebenstagebuch“ mit Klängen quer durch die Genres und Stimmen aus aller Welt ist jüngst auch auf CD bei ECM Records erschienen (ECM New Series 2728/29). Zu Goebbels' früheren ECM New Series-Aufnahmen mit dem Ensemble Moden gehören „Red Run/Befreiung/La Jalousie“, „Eislermaterial“ und „Landschaft mit entfernten Verwandten“.

Am 23. und 24. September folgt die Aufführung von „Schwarz auf Weiß“ (1995/96) beim Festival Musica im Théâtre du Maillon in Straßburg. Und am 4., 5. und 6. November kehrt das Musiktheater an den Ort seiner Uraufführung zurück, ins Bockenheimer Depot in Frankfurt. 1995/96 schrieb Goebbels sein erstes Musiktheaterwerk dem Ensemble Modern gewissermaßen auf den Leib. Das Kollektiv des Ensembles selbst ist der Protagonist. Die Musiker*innen agieren zugleich als Darsteller*innen und erobern so den Bühnenraum. Tennisbälle fliegen auf eine große Trommel, zarte Kotoklänge sind zu hören, ein Wasserkessel pfeift zu einer komplexen Flötenmelodie. Die Szenen und Ereignisse gehen ununterbrochen ineinander über und die Lichträume, die Jean Kalman kongenial dazu erschaffen hat, ergeben eine eigene Dramaturgie.

Mit der Handlungsfreiheit – „Liberté d’action“ (2021)– auf der Bühne wie im Leben beschäftigt sich das neue gleichnamige Werk Heiner Goebbels, ein szenisches Konzert, ein Wettstreit zwischen dem Performer David Bennent und den Ensemble Modern Pianisten. Im Mittelpunkt steht das Werk eines unangepassten Einzelgängers und Außenseiters: Henri Michaux; ein herausragender Maler und zugleich ein höchst moderner, sprachgewaltiger Dichter. Uraufgeführt 2021 bei den Kunstfestspielen Herrenhausen, ist das Werk am 25. September im Auditorium Parco Della Musica in Rom, am 28. September im Théâtre Du Châtelet Paris und am 27. November in Cluj/Rumänien zu erleben.

Termine

4Nov

20.00
Uhr

Bockenheimer Depot

Frankfurt am Main
(Deutschland)

// EM

5Nov

20.00
Uhr

Bockenheimer Depot

Frankfurt am Main
(Deutschland)

// EM

6Nov

15.30
Uhr

Bockenheimer Depot

Frankfurt am Main
(Deutschland)

// EM

6Nov

20.00
Uhr

Bockenheimer Depot

Frankfurt am Main
(Deutschland)

// EM

19Nov

21.00
Uhr

Volkstheater

Wien
(Österreich)

// EMO

27Nov

20.00
Uhr

Ungarisches Staatstheater, Großer Saal


(Rumänien)

// EM