Revolution und Schönheit

Luigi Nono zu Ehren

Anlässlich seines 25. Todestages gedenkt die Staatsoper im Schillertheater in mehreren Veranstaltungen des Musikers und musikalischen Revolutionärs Luigi Nono. Für ihn war Gesellschaft und Kunst nie zu trennen. Das Politische hatte für ihn auch immer ästhetisches Ausdruckspotential. Sich niemals mit dem status quo zufrieden zu geben oder zu arrangieren, war vielleicht der markanteste Wesenszug des Komponisten. In diesem Sinne stand für ihn das Begriffspaar "Revolution – Schönheit" nie antipodisch gegenüber, sondern wurde in seiner Musik zu sich gegenseitig bedingenden Notwendigkeiten. Am 9. Mai (21 Uhr) führt das Ensemble Modern unter Leitung von Ingo Metzmacher Nonos „Incontri“, "Canti per tredici“, „Polifonica-Monodia-Ritmica“ und „Guai ai gelidi mostri“ im Schillertheater in Berlin auf.