Rund um „Le Sacre du Printemps“

1. Abonnementkonzert in der Alten Oper Frankfurt

Igor Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ zählt zu den wegweisenden Werken der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts, steht es doch für die Auflösung der Tonalität, Befreiung des Rhythmus und Steigerung des Ausdrucks. Mit diesem Stück setzt sich das Musikfest der Alten Oper Frankfurt auseinander. Auch das Konzertprogramm des 1. Abonnementkonzerts des Ensemble Modern am 29. September 2013 im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt (20 Uhr) steht in Bezug zum „Sacre“ von Strawinsky.

„Als ich den Sacre 1913 in Paris hörte, war mir nichts davon unvertraut“, heißt es in den Lebenserinnerungen des französisch-amerikanischen Komponisten Edgard Varèse. Dieses „blinde Verständnis“ für Strawinskys Musik zeigt sich auch in seinem Stück „Ionisation“ für 13 Schlagzeuger, in dem sich Varèse ganz dem Thema „Rhythmus“ widmet. Auch das „Ballet mécanique“, das mechanische Ballett, verdankt sich einer direkten Begegnung mit Strawinsky: George Antheil hörte ein Konzert, in dem Strawinsky mechanische Klaviere einsetzte – seine Begeisterung dafür gab den Impuls zum „Ballet mecanique“.

Der österreichische Komponist Bernhard Gander bringt die Klangwelt des „Sacre“ mit einer von Death-Metal-Bands beeinflusster Musik und mit Quentin Tarantinos Actionfilm „Kill Bill“ angeregter Story in Verbindung.