Musik beiderseits der Mauer

Neuer Themenschwerpunkt bei Happy New Ears

Mit „Geteilt – vereint. Musik beiderseits der Mauer“ startet das Ensemble Modern am 3. September 2013 (20 Uhr) eine neue mehrteilige Themenreihe im Rahmen von „Happy New Ears“ in der Oper Frankfurt. Durch Aufführungen und Diskussionen mit hochkarätigen Gesprächspartnern werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Entwicklungen und Strömungen der Musik aus Ost und West aufgezeigt.

Teil I beleuchtet die 1950er Jahre. Gegenübergestellt werden Werke zweier Komponisten, die durchaus exemplarisch für die unterschiedlichen Ansätze in Ost und West gelten können: Hanns Eisler und Karlheinz Stockhausen. Zu hören sind Eisler-Lieder aus den Sammlungen „Neue Deutsche Volkslieder“ und „Ernste Gesänge“, interpretiert vom Bariton Horst Maria Merz, sowie Klavierstücke und das „Kreuzspiel“ von Stockhausen. Auch eine Uraufführung steht auf dem Programm: „Der anachronistische Zug oder Freiheit und Democracy“ von Hanns Eisler, bearbeitet und arrangiert für das Ensemble Modern von Peter Gotthardt – Instrumentator für Eisler und in den folgenden Jahrzehnten überaus erfolgreich in der DDR als Komponist von Filmmusiken.

Zu Gast sind als weitere Gesprächspartner der Komponist Georg Katzer, Meisterschüler von Hanns Eisler und der Musikkritiker Gerhard R. Koch. Die Moderation übernimmt Heike Hoffmann, langjährige Leiterin der Musik-Biennale Berlin und seit mehreren Jahren der Salzburg Biennale. Es dirigiert Vimbayi Kaziboni.