Srnka versteht es, Situationen und Befindlichkeiten der dramatis personae in Klänge, musikalische Gesten, signifikante Geräusch und sogar vokalen Schönklang für Hanna zu fassen. [...] [E]ine Art Reanimation des Instrumentalen Theaters.

Gerhard Rohde, Frankfurter Allgemeine Zeitung

[Die Musik] tönt zu Beginn oft aggressiv, ist durchsetzt mit melodischen Fetzen, mit minimalistischen Wiederholungen, wirkt manchmal flächig, dann wieder fast flirrend und feingliedrig [...].

Gabriele Luster, Münchner Merkur

Make no noise

Eine Kammeroper von Miroslav Srnka

›Make no noise‹ heißt die erste Kammeroper des tschechischen Komponisten Miroslav Srnka, die im Juni 2011 im Münchener Pavillon 21 durch das Ensemble Modern und Solisten der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt wurde.

›Make no noise‹ beschreibt die Suche nach zwischenmenschlicher Kommunikation. Hanna und Joseph besitzen keine Worte für die schrecklichen Ereignisse, die ihr Leben schlagartig verändert haben. Beide haben im Schweigen einen erträglichen Weg gefunden, mit ihrer jeweiligen Vergangenheit umzugehen. Als sie auf einer stillgelegten Bohrinsel aufeinander treffen - die verschlossene Frau und der schwerverletzte, aber draufgängerische Mann -, spüren sie in ihrer eigenartigen Verbindung eine Möglichkeit, mit ihren Traumata leben zu können. Das Singen wird für die beiden Protagonisten zu der Sprache, die ihnen den einzig möglichen Weg aufzeigen kann.

Miroslav Srnka: Make no noise, Bayerische Staatsoper
Make no noise Bregenzer Festspiele 2016