[D]as beglückende Ergebnis einer symbiotischen Zusammenarbeit zwischen Goebbels, den Musikern des Ensemble Modern und Josef Bierbichler, wie sie nur selten zu finden ist.

Elisabeth Schwind, Badische Zeitung

Das Ensemble Modern ist mittlerweile die beste deutsche Adresse für derart kreative, konstruktive Neue Musik. Sowohl individuell prägnante und fähige Improvisatoren, als auch ideales Kollektiv mit hoher Klangkultur mit konkurrenzloser Vielseitigkeit [...].

Klaus Lipinski, Ruhr Nachrichten

Eine faszinierende Annäherung an Hanns Eisler.

Detlev Baur, Südwest Presse

Eine kurze, hinreißende Sternstunde modernen Musiktheaters [...].

Ekkehard Rossmann, Offenbach Post

Heiner Goebbels' ›Eislermaterial‹ kann für das Ensemble Modern durchaus als Initiationsstück gelten.

Achim Heidenreich, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das Ensemble Modern trifft mit größter Hingabe und Präzision sowohl die eingängig blechernen wie die komplex modernen Anteile der Musik und zeigt dabei eine authentische Bühnenpräsenz.

Hans-Jürgen Linke, Frankfurter Rundschau

Siebzig Minuten lang gibt es immer wieder Überraschungen.

Frieda Karl, Hamburger Morgenpost

›Eislermaterial‹ ist eine Gratwanderung zwischen den Untiefen von Verehrung und Anmaßung, Parodie und Affirmation, die Goebbels glänzend bewerkstelligt.

Wolfgang Sandner, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Eislermaterial

Heiner Goebbels Hommage an Hanns Eisler

»Ich glaube, daß meine Entscheidung, professionell Musik zu machen, wesentlich mit seiner [Hanns Eislers] Arbeit zu tun hat. [...] Ich war fasziniert von der ganzen Bandbreite, in der Eisler diskutiert hat, über Literatur, Politik, Mathematik, Philosophie, bildende Kunst, Musik natürlich..«.. (Heiner Goebbels)

Hanns Eisler gelang es in den 1950er Jahren in der ehemaligen DDR, die gesellschaftliche Isolation der modernen Musik zu durchbrechen; viele seiner Werke verstehen sich in bewusstem Bezug auf Funktionen und auf andere Künste als ›angewandte Musik‹. Großen Stellenwert erhielten die Bereiche Massenlied, Chor, Theater und Film. 1998 schuf Heiner Goebbels anlässlich des 100. Geburtstages von Hanns Eisler für das Ensemble Modern eine Hommage, die in ihrer Komplexität an das Schaffen Eislers anknüpft.

Die ganze Breite von Eislers Schaffens verarbeitet Goebbels im ›Eislermaterial‹ – ein szenisches Konzert mit einigen der berühmtesten Lieder von Eisler, die Goebbels für die Aufführung durch das Ensemble Modern eingerichtet, arrangiert und mit originalen Tondokumenten von Eisler collagiert hat. Interpret der Lieder ist der Schauspieler Josef Bierbichler mit seiner unverkennbaren ungekünstelten und zugleich anrührenden Stimme. Die Solisten des Ensemble Modern werden dabei in vielfältiger Weise in die Geschehnisse eingebunden: »ein inszeniertes Konzert, ein klingendes Portrait, das einen durch seine starke atmosphärische Wirkung völlig in den Bann schlägt« (Neue Zürcher Zeitung, 25.5.1998).