Das Jahr 2020: die "Geschichte vom Soldaten" wie für die Gegenwart geschaffen.

Bernhard Uske, Frankfurter Rundschau

Geschrieben zwischen Oktoberrevolution und Spanischer Grippe für eine Wanderbühne ist dieses minimalistische Stück mit seinem erbarmungslosen metrischen "Drive", seinen klanglischen Anspielungen auf Popularmusik, und seinen Anforderungen an präziseste rhythmische Koordination für die Musiker alles andere als anspruchslos.

Doris Kösterke, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Geschichte vom Soldaten

in Kooperation mit der Volksbühne im Großen Hirschgraben

Vor 100 Jahren forderte die Spanische Grippe Millionen Tote. Die Grenzen waren geschlossen, Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt, die meisten Theater stillgelegt. In dieser Situation konzipierten der Komponist Igor Strawinsky und der Schweizer Autor Charles Ferdinand Ramuz das Musiktheater ›Die Geschichte vom Soldaten‹ mit bescheidensten Mitteln. Als alleiniger Darsteller erweckt nun Michael Quast alle Figuren der Geschichte nur mit seiner Stimme zum Leben und erzählt die Geschichte vom Pakt des Soldaten mit dem Teufel und von der lebensspendenden Kraft der Musik. Eine Kamera überträgt das »arme Theater« in eine eigene visuelle Welt. Das sehr speziell zusammengesetzte Kammerensemble ist mit sieben Musiker*innen des Ensemble Modern besetzt (Violine, Kontrabass, Klarinette, Fagott, Trompete, Cornet à pistons, Schlagzeug).