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Wechsel in der Geschäftsführung

Nach zehnjähriger erfolgreicher Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer verlässt Roland Diry zum Jahresende das Ensemble Modern. Mit dem 1. Januar 2016 übernimmt Christian Fausch das Künstlerische Management und die Geschäftsführung der Ensemble Modern GbR sowie damit verbunden die Geschäftsführung der Deutschen Ensemble Akademie e.V. Gleichzeitig führt er seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Jungen Deutschen Philharmonie e.V. weiter. Das Ensemble Modern freut sich durch diese Zusammenarbeit auf entscheidende Impulse und Inspirationen für die künstlerische Arbeit und die wirtschaftliche Fundierung.

Nach 33-jähriger Mitgliedschaft als Klarinettist im Ensemble Modern, vielen Jahren als Vorstandsmitglied dessen basisdemokratisch organisierter Trägergesellschaft und fast zehnjähriger äußerst erfolgreicher Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer verlässt Roland Diry zum Jahresende das in Frankfurt am Main ansässige Ensemble Modern, dessen Gesicht er in den verschiedenen Positionen und Funktionen im gesamten Zeitraum entscheidend mitgestaltet hat. In einem Umfeld prekärer finanzieller Ressourcen und struktureller Verwerfungen der gesamten Musikbranche gelang es Roland Diry während seiner Amtszeit aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen als ausübender Musiker und versierter Musikmanager die Stellung des Ensemble Modern in der absoluten Spitze der weltbesten Ensembles für zeitgenössische Musik nicht nur zu sichern, sondern auszubauen.
Als Initiator zur Gründung der Internationalen Ensemble Modern Akademie hat er maßgeblich deren Entstehung und Weiterentwicklung vorangetrieben, damit verbunden auch die Initialisierung eines gemeinsam mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main betriebenen „Masterstudiengang „Zeitgenössische Musik“. Auch der Aufbau des hauseigenen Labels „Ensemble Modern Medien“ ist seiner Initiative, Kreativität und Energie zu verdanken. Alle diese Aktivitäten haben das Fundament, auf dem das Ensemble Modern in seine führende Rolle aufgestiegen ist, nachhaltig gestärkt und verbreitert. Ihm gelang es, das Ensemble Modern als maßgeblichen Akteur der zeitgenössischen Kunst, nicht nur der Musik, auch im politischen Raum, auf kommunaler, Landes- und Bundesebene sichtbar zu machen. So ernannte die damals neu gegründete Kulturstiftung des Bundes das Ensemble Modern zu einem „Leuchtturm der Kunst und Kultur“, neben z.B. der „documenta“, und übernahm es in seine Förderung. Durch Roland Dirys vielfältigen Kontakte zu Musikveranstaltern, Festivals und Medienpartnern sowie sein freundschaftliches Zusammenarbeiten mit den weltweit bedeutendsten Komponisten und Musikern der zeitgenössischen Musik konnte das Ensemble Modern zum führenden Uraufführungsklangkörper werden, das in allen Konzertsälen und Musikzentren der Welt außerordentliche Erfolge feiert. In einer Vielzahl an Projekten gelang es Roland Diry auch Brücken zu anderen Kulturen, so in diesem Jahr zur Musik des Buchmesselandes Indonesien, zu anderen Künsten, dem Tanz, der Literatur, der Videokunst und besonders des Musiktheaters zu schlagen. Hier ermöglichte er im Besonderen, dass das Ensemble Modern bei Neuproduktionen in die Lage versetzt werden konnte, als Koproduzent aufzutreten, so dass diese Produktionen auch in der Zukunft überall auf der Welt gezeigt werden können. Besonders herauszuheben ist dabei die Gründung der Biennale „cresc...“, die in allen wichtigen Bereichen seinen Stempel trägt und maßgeblich seinen Aktivitäten und seiner unermüdlichen Arbeitskraft zu verdanken ist. Mit Roland Diry verliert das Ensemble Modern einen Musiker und Manager, der als Hauptgeschäftsführer mit großem Erfolg und Einsatz auch die wirtschaftlichen Verantwortlichkeiten im Bereich der Projektentwicklung, Organisation und Logistik, des Managements, der Finanzen, der Personalführung und der repräsentativen Aufgaben wahrgenommen hat. Er erreichte die ökonomischen Rahmenbedingungen zukunftsträchtig zu stabilisieren. Auch zukünftig bleibt Roland Diry dem Ensemble Modern freundschaftlich verbunden.

Mit Beginn des Jahres 2016 übernimmt Christian Fausch das Künstlerische Management und die Geschäftsführung des Ensemble Modern sowie damit verbunden die Geschäftsführung der Deutschen Ensemble Akademie e.V. Dazu der Vorstandssprecher des Ensemble Modern, Dietmar Wiesner: „Als früherer Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Collegium Novum Zürich und als aktueller Geschäftsführer der Jungen Deutschen Philharmonie bringt Christian Fausch die idealen Voraussetzungen mit, das Ensemble Modern auf der Grundlage der bisherigen 35 Jahre weiterhin erfolgreich in die Zukunft zu führen.“ Zusammen mit seinem Engagement für das Ensemble Modern und die Deutsche Ensemble Akademie wird Christian Fausch wie bisher als Geschäftsführer der Jungen Deutschen Philharmonie wirken. Zu dieser Konstellation sagt Dr. Tilo Gerlach als Präsident der Deutschen Ensemble Akademie e.V.: „Ich bin froh, dass Christian Fausch, der über die Junge Deutsche Philharmonie mit der Tätigkeit der Deutschen Ensemble Akademie e.V. bestens vertraut ist, für diese Funktion zur Verfügung steht. Mein ausdrücklicher Dank gilt Roland Diry für seine hervorragende Arbeit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Sein Einsatz kann nicht hoch genug geschätzt werden.“ Christian Fausch freut sich auf die erweiterte Herausforderung und meint: „Die Welt der Neuen Musik hat sich seit der Gründung des Ensemble Modern zum Teil radikal verändert. Diesem Umstand Rechnung zu tragen und die Innovationskraft des Ensembles innerhalb des Musikmarktes gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern zu stärken, ist eine hoch spannende Herausforderung. In Verbindung mit meiner Funktion bei der Jungen Deutschen Philharmonie ergeben sich attraktive Perspektiven, die es für die beiden Klangkörper nutzbringend umzusetzen gilt.“ Auch mit der Personalunion des Geschäftsführers bleiben die Institutionen rechtlich und wirtschaftlich vollständig unabhängig. Die Konstellation bietet aber für Ensemble Modern und Junge Deutsche Philharmonie Chancen, insbesondere hinsichtlich einer profilierteren Positionierung und Vermarktung sowie einer effektiveren Vernetzung in Politik, Wirtschaft und Kultur. Zudem öffnet die Nähe Raum für mögliche ooperationsprojekte in der Zukunft.