Mit ›Prisma Darmstadt‹ startet das Ensemble Modern eine neue Themenreihe im Rahmen des Abonnements in der Alten Oper Frankfurt. Den Kern der insgesamt sechs Programme bilden Auftragskompositionen des Ensemble Modern, ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Dabei werden Innovationen der ›Darmstädter Geschichte‹ mit der Idee reflektiert, dass die Musik der letzten 60 Jahre oft in Beziehungen zu den Personen, Inhalten und Entwicklungen der Darmstädter Ferienkurse zu setzen ist - unmittelbar oder fern, zustimmend oder ablehnend.
Den Beginn machte das Konzert ›Sonor. Durchleuchtete Klänge‹ am 28. Januar 2012. Gérard Griseys ›Vortex temporum‹ wurde mit zwei neuen Werken von Michael Gordon und Manfred Stahnke konfrontiert. Die Leitung hatte Stefan Asbury.
Auf den ›Transfer‹ der ›Darmstädter‹ Ideen macht das Programm am 5. März 2012 aufmerksam. Der Österreicher Roland Freisitzer etwa lernte die Prämissen der Darmstädter Schule via Moskau kennen: Aufgewachsen in Russland, studierte er dort bei Edison Denissow, der wegen seiner Reisen zu den Ferienkursen als »russischer Darmstädter« galt. Neukompositionen von Freisitzer, NamKuk Kim, Texu Kim und Alex Nadzharov werden mit Werken von Friedrich Goldmann, Joji Yuasa und Denissow konfrontiert. Am Pult des EM steht der international gefragte Dirigent Peter Rundel, ehemals Mitglied des Ensemble Modern.
© Ensemble Modern